Pflanzenlampen Guide

Dieser Guide soll Dir ausführliche Informationen darüber liefern, warum das zusätzliche Beleuchten von Pflanzen so wichtig ist. Darüber hinaus wollen wir Dir erklären, wie genau die LED Pflanzenleuchten funktionieren und warum sie ihre Stärken in der Pflanzenzucht so gut ausspielen können.1000px-baustelle-svg

Unser Guide befindet sich derzeit noch im Aufbau und ist bei weitem nicht vollständig. Schaue regelmäßig vorbei und erfahre, was sich geändert hat. Wir wollen diesen Guide stetes aktuell halten und um neues Wissen und Inhalte erweitern.

 

Was ist Licht?

Licht ist der für das menschliche Auge sichtbare Teil der elektromagnetischen Strahlung. Dieser sichtbare Bereich liegt im Bereich von 380-780 Nanometer Wellenlänge. Beginnend mit den längeren Lichtwellen in roter Farbe (bis 780nm) wandelt sich das Licht in orange, gelb, grün, blau und schließlich zu violett (bis 380nm). Genau dieses Farbspektrum sehen wir in dem Phänomen des Regenbogens, wenn sich das Sonnenlicht in den Wassertropfen bricht. Wellenlängen über 780nm oder unter 380nm sind für das menschliche Auge nicht mehr erkennbar.
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Warum die Pflanze Licht benötigtphotosynthesis

In erster Linie benötigen die Pflanzen das Licht für die Photosynthese. Dabei stellt die Pflanze wichtige Nährstoffe her, die sie zum Überleben braucht. Erhält eine Pflanze zu wenig Licht, kann sie die Photosynthese nicht betreiben. Ein Absterben der Pflanze ist die Folge.
Erhält die Pflanze jedoch ausreichend Licht im geeigneten Wellenbereich in Zusammenspiel mit Kohlendioxid, so wird durch das Chlorophyll im Blattgrün die Nährstoffproduktion gewährleistet und die Pflanze wandelt Lichtenergie in chemische Energie um. Dabei entsteht der für uns überlebenswichtige Sauerstoff.

Welches Licht benötigt die Pflanze

Die Frage nach dem richtigen Licht für Pflanzen ist differenziert zu betrachten. Pflanzen benötigen grundsätzlich nicht das volle Lichtspektrum. Nur Wellenlängen in den Bereichen von 400 bis 500 Nanometern und 600 bis 700 Nanometern werden absorbiert. Dieser Bereich ist das photosynthetische Spektrum (kurz: PAR) Vergleicht man die Wellenlängen mit dem Schaubild ist erkennbar, dass Pflanzen aus dem blau-violetten und rot-orangen Bereich zehren. Was übrig bleibt ist der grüne Bereich. Und weil dieser einfach von der Pflanze reflektiert wird, sehen wir die Pflanzen so, wie wir sie eben sehen. Nämlich in grüner Farbe.

2000px-engelmannscher_bakterienversuch-svgJedoch erfüllen sowohl das blaue als auch das rote Licht verschiedene Aufgaben innerhalb der Pflanze. Das liegt daran, dass das Licht von den unterschiedlichen Chlorophyllarten auch unterschiedlich gut absorbiert wird. Wie in dem Schaubild zu sehen, absorbiert das Chlorophyll a rotes und blaues Licht etwa gleich stark. Chlorophyll b hingegen nimmt das blaue Licht besser auf als rotes.
Daraus ergeben sich unterschiedliche Konsequenzen für die Pflanzen. Blaues Licht erhält die Pflanzen am Leben. Würde man jedoch ausschließlich blaues Licht zu führen, würde die Pflanze kaum wachsen und keine Blüten entwickeln. Rotes Licht hingegen fördert das Wachstum und den Blütenwuchs. Wiederum sorgt ausschließlich rotes Licht für den Wuchs von langen, dünnen Trieben und damit für ein schwaches kränkliches Pflanzenbild. Dann spricht man davon, dass die Pflanze vergeilt.

Wie hoch nun der rote bzw. der blaue Anteil im Licht sein muss, hängt von der Art der Pflanze selbst und von dem Einsatzgebiet ab. Soll eine Pflanze während ihrer Vegetationsruhe überwintert werden, so sollte eine Beleuchtung hauptsächlich im blauen Bereich mit kleinen Anteilen rotem Licht gewählt werden. Ohne Vegetationsruhe und zur Weiterentwicklung der Pflanze und dessen Blüte sind Lampen mit höherem Anteil an rotem Licht geeignet.

Der Einsatz von LED-Pflanzenlampen

Unter diesen Umständen können die mit LED-Technik betriebenen Pflanzenlampen ihr gesamtes Potential entfalten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Beleuchtungssystemen ist es LED-Pflanzenlampen möglich, genau das Farbspektrum anzusprechen, welches die Pflanzen benötigen. Je nach Bedarf werden rote und blaue Dioden verbaut, um den Bedürfnissen der Pflanzen zu entsprechen. Mit der Lichtausbeute die die LED-Pflanzenlampen dadurch erzielen, kann kein Alternatives Beleuchtungssystem mithalten. Bei einigen LED-Pflanzenlampensystem ist das ansteuern der rot-blau Anteile möglich, so dass hier nach Bedarf reguliert werden kann.
Uninteressant sind dabei Werte wie Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex oder die Lumenzahl. Ausschlaggebend ist die richtige Wellenlänge (wie bereits ausgeführt) und die tatsächlich für die Chlorophyllproduktion verwertbare Photonenmenge. Hier muss auf die Photonen-Flussdichte PAR PPDF angeben in µmol/m² sek. geachtet werden.
Das Sparpotential der LED-Technik ist dabei enorm. Gegenüber Natriumdampf-Hochdrucklampen erreichen LED-Pflanzenlampen eine Ersparnis von rund 40-60 %. Bei anderem Lampensystem sind es bis zu 80%. Das liegt vor allem daran, dass andere Systeme einen großen Teil der Energie in Hitze umwandeln und deren Lichtwellenlänge nicht so präzise auf die Bedürfnisse der Pflanzen eingestellt werden können.
Hinzu kommt die längere garantierte Haltbarkeit von 50.000 bis zu 100.000 Brennstunden. Alternative Systeme bieten hier eine Haltbarkeit von 10.000 bis 30.000 Brennstunden. Auch verzichten LED-Pflanzenlampen durch ihre Bauweise auf Bestandteile wie Quecksilber im Falle von Energiesparlampen.